329 n. AH.
330 n. AH.
325 n.AH.
 
02. Tag des Monats Februari Die überlebenden Zwerge einer Binge der Baronie Kupferland sind voller Panik vor die Tore Hallas gezogen und erhoffen sich von dort Hilfe.
05. Tag des Monats Februari Die Unstrut führt Hochwasser! Wie einer Verlautbarung aus der Baronie Meldranien zu entnehmen ist, gab es größere Schäden, vielleicht sogar Tote.
07. Tag des Monats Februari Der Gildenrat der Freien Reichsstadt ruft alle Barone um Hilfe an.
11. und 15. Tag des Monats Februari Hilfsgüter aus den Baronien Meldranien, Quedlinburga und Hoheneichen treffen ein.
05. Tag des Monats Märzen Ein Aufruf der Baroness von Hoheneichen wird in der Freien Reichsstadt Halla veröffentlicht. Er soll junge Menschen ohne Perspektive ermutigen, sich in der Markgrafschaft Aredroque anzusiedeln.
06. Tag des Monats Aprilio Im Südwesten der Baronie Hoheneichen kommt es zu kleineren Bevölkerungsunruhen. Die mit ihrer Lage unzufriedene Landbevölkerung schließt sich immer mehr Räuberbanden und Wegelagerern an. Kleinere Rittergüter wurden überfallen und gebrandtschatzt.
09. Tag des Monats Aprilio Der Gildenrat zu Halla tagte und hat einvernehmlich ein öffentliches Protokoll verabschiedet, in welchem über das Schicksal der vor den Toren der Stadt lagernden Zwerge entschieden wurde.
13. Tag des Monats Aprilio Eine erste Siedlergruppe, vornehmlich aus jungen Männern bestehend bricht in Richtung Aredroque auf. Sollten bis Ende Mai keine gegenteiligen Mitteilungen die noch wartenden Siedler ereilen, so werden sie zum Ersten des Junius nachfolgen. Erste Etappe des Weges wird die Durchquerung Akrons sein. Die Siedler werden durch den jungen Heribert von Rotennebel und einige Bewaffnete aus Hoheneichen geführt. Ihre Hochgeboren, die Baroness dieser schönen Provinz sah sich trotz der Unruhen in ihrer Baronie veranlasst für die Sicherheit der Siedler zu sorgen.
24. Tag des Monats Aprilio Die Zwerge, die sich in Hoheneichen niederlassen wollten wurden auf ihrem Zug durch Friedeburg von den dort lebenden Waldelfen an der Weiterreise behindert. Sie lagern derzeit auf offenem Felde und haben zu ihrer Hochgeboren gesendet, um diesen Vorfall zu klären.

13. Tag des Monats Maien

 

 

In Hoheneichen schließt die regierende Baroness mit dem Elfenfürst Teridil von den Blauen Augen nach jahrzehntelanger Isolation letzterer einen neuen Vertrag über das Wegerecht durch das Hochelfengebiet. Damit wird es den Zwergen erlaubt einmal im Monat durch das Stammland der Hochelfen einen Handelstross in Richtung Dessa und zurück zu entsenden. Die benachbarten Waldelfen lassen daraufhin die Zwerge weiter Richtung Norden ziehen.

19. Tag des Monats Maien

 

Die restlichen Siedler brechen in Richtung Aredroque auf. Es ist ein großer Tross vornehmlich aus Frauen, Kindern sowie älteren Leuten. Angeführt werden sie durch die neue Hohepriesterin der Bastet Amunsenptah, die dem Tempel in Bubastis vorstehen soll.

4. - 6. Tag des Monats Junius

 

Im gesamten Land verändert sich das Verhalten von einigen Bürgern, durch alle Bevölkerungsschichten hinweg. Einige klagen über starke Kopfschmerzen, andere hingegen begeben sich wie unter fremden Einfluss stehend Richtung Hoheneichen. Sicheres Symptom für hinzugezogene Ärzte, dass es sich um eine Erkrankung handeln muss ist allein, dass allesamt unter rötlich bis dunkelrot verfärbten Augen leiden. Als die Ärzte schon den Ausbruch einer Epedemie befürchten, normalisiert sich die Lage am 6. Junius schlagartig wieder.

26. Tag des Monats Junius

 

Theresia Lolita de Baccho-Elliadi, ehemalige Generalgoverneurin der Phoenix-Company in Neu Leuenstein und Leiterin der Werft in Neu Leuenstein, erreicht über die Saale die Freie Reichsstadt Halla. Die Dame wird in der Kanzlei für Innere Angelegenheitten und Äußere Belange bei Herrn Chilperich Friedling, dem Secretario primo vorstellig und bezieht anschließend die per Absprache vor zwei Jahren zugewiesenen kleinen Gebäude auf der Botschafterinsel in der Saale, direkt neben dem Botschaftsgelände Terra Nigras.

Augusten

 

Das Leben hat sich im gesamten Land normalisiert. Auf dem Lande wird die Ernte eingefahren. Einzig in den Städten sind die Händler leicht beunruhigt. Wo bleibt das Himmelsschiff? Bitterschmeckkugeln werden allmählich selten und sind kaum noch zu bekommen.

Septembri und Oktobri

Das Leben verläuft normal. Schon fast zu normal. In Halla versucht der Gildenrat noch immer einen neuen Vorsitzenden zu bestimmen. Unmut breitet sich aus und es kommt zu gegenseitigen Beschuldigungen.

Novembri

 

Unruhe breitet sich aus. Das Himmelsschiff wird dieses Jahr wohl wirklich nicht kommen. Haben sich die Götter von uns abgewandt? Am Monatsende schließlich eskaliert die Situation in Halla - ein Attentat auf den Gildenmeister der Salzwirker.
   
326 n. AH.
 

Beginn Januario

 

 

Lady Genevieve gilt seit ihrer Reise nach Grünspan als verschollen. Die Truppen um Herrn von Wiedehopf haben sich nördlich von Halla festgesetzt und scheinen nicht weiter vorzurücken. Heinrich Eduard VI. von Kupferland ernennt sich zum Protektor des Reiches und zieht ihnen entgegen.
Das meldranische Geschwisterpaar bereitet sich darauf vor, die Baronie Meldranien zu verteidigen.
In Dessa trifft Unterstützung aus Aredroque ein.
Lady Rowena von Falkenstein zu Quedlinburga kümmert sich gemeinsam mit ihrem Gemahl aufopfernd um die heimatlosen Hallaer.

Mitte Januario

 

 

 

 

 

 

 

Seit dem Stillstand der Truppenbewegungen liegen schlechte Schwingungen in der Luft. Das Wetter wird zunehmend schlechter. Die Luft läßt sich kaum ungehindert atmen. Das ganze Land verfällt in einen leicht lethargischen Zustand. Der dunkle Baron hat sein Lager drei Stunden von den Truppen Wiedehopfs entfernt aufgeschlagen. Es gibt einige kleinere Scharmützel. Die Parteien scheinen sich abzutasten.
Währenddessen kann ein Augenzeuge aus Dessa berichten: " Die Aredroquianischen Truppen werden langsam unruhig ! Erste Scharmünzel sollen stattgefunden haben, doch sie sitzen noch an Ihrem Standort.
Die Priester unter Ihnen berichten von seltsamen Gefühlen und aufziehender Finsternis. Die Schwerter werden gewetzt und die Langspeere einsatzbereit gemacht. Die Schilde tragen die verschiedensten Zeichen. Den Falken des Markgrafen, und die schwarz-weiße Scheibe des Kanzlers auf Roten Grund. Hier und da ist auch der weiße Hammer mit den Blitzen auf schwarzem Grund zu sehen. Die Priester beten zum Licht und die Magier vergraben sich in Ihren Sprüchbüchern. Bald, ja bald wird Ihr Tag kommen. 1000 Männer und Frauen warten gespannt..."
Auch aus Quedlinburga ist von einer Mobilmachung zu hören - die Baronin soll die heimatliche Feste gesichert haben. Aber es geht auch das Gerücht um, dass ihr Sohn und ihre Tochter seit einigen Wochen nicht mehr gesehen wurden.
Auch weiß niemand genau, wo sich der meldranische Hof aufhält. Die Feste Giebichenstein ist bereits seit Tagen verlassen.

Es scheint fast so, als halte das Land den Atmen an.

20. Tag des Monats Januario

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem noch stehenden Tempelbezirk zu Halla ist zu vernehmen, dass das Böse schlichthin an Macht gewinnt. Noch nie wurde sein Name so oft angepriesen wie in den letzten Tagen. Man sendet nach Hilfe an die Barone und bittet nicht länger abzuwarten. Die Truppen aus Aredroque setzen sich daraufhin in Bewegung. Lady Genevieve gilt noch immer als verschollen. Man hatte ihre Begleiter tod auf dem Weg zwischen Halla und Grünspan aufgefunden. Aus dem Lager des Dunklen Barons ist die Annahme zu hören, dass die Dame wohl in eines der kleineren Scharmützel geraten sein müsse. Auch auf Falkenstein herrscht geschäftiges Treiben.

Mitten in die Aufregungen des Tages fällt ein unvorhergesehenes Ereignis. Die Schwingungen in der Luft verdichten sich zu örtlichen Stürmen und in den Residenzen aller Barone öffnen sich in allen Burghöfen größere Portale durch die gut organisiert Saalier ausbrechen und die Festen versuchen einzunehmen. Unter den Saaliern befinden sich zahlreiche Priester, wie sie bis dato noch nicht gesehen worden waren. Kahlköpfig mit schwarz-goldenem Lendenschurz bekleidet - die große Schlange auf der Kopfhaut tätowiert, so werden die Überlebenden berichten. Grünspan wird schnell und blutig eingenommen, genauso wie Giebichenstein, da beide Festen zum größten Teil verlassen waren. Sie werden geplündert und in Brand gesteckt.
In Falkenstein und Dessa entbrechen umfangreiche Kämpfe. In Dessa stoßen die Eindringlinge auf die gerade abrücken wollenden Aredroquianer. Da diese Truppen kampferfahren sind, wird der Einfall gestoppt und die Residenz durch die Kampfhandlungen lediglich stark verwüstet. Alle Eindringlinge werden ausnahmslos hingerichtet, da die Saalier der Anwendung schwarzer Magie bezichtigt werden konnten. Die Verluste unter den Einheimischen und der aredroquianischen Truppe sind zumutbar. Der hoheneichener-aredroquianische Bund macht sich noch am selben Abend unter der Führung von Caitlyn Aes Sedai Richtung Halla auf.
Der Einfall auf Falkenstein kam auf diese Art unverhofft. Die gesamte Anwohnerschaft und die anwesenden Bewaffneten leisten erbitterten Widerstand. Der Kampf unter der Führung der Baronin hält mehrere Stunden an. Allein den Apophispriestern gelingt es durch ihre Gebete den Widerstand zu brechen. Die Baronin nebst ihrem Mann leisteten Widerstand bis zum Ende. Beide fallen in der Schlacht. Der Gegner feiert ein wahres Blutfest - die Burg wird vollständig in Brand gesetzt. Als die quedlinburgaer Truppen der Lehnsnehmer am Abend vollständig gesammelt vor Falkenstein ankommen, steht kein Stein mehr auf dem anderen. Entschlossen ziehen die Lehnsnehmer 'gen Norden.

21. Tag des Monats Januario

 

 

 

 

 

Anscheinend in einem Gewaltmarsch sind die Truppen aus Hoheneichen und Quedlinburga nach Halla vorgerückt. Beide vereinen sich vor den Toren der abgebrannten Stadt. Auch Heinrich Eduard von Kupferland stößt zu ihnen. Man hält Kriegsrat. Im Tagesverlauf stößt eine gut zweihundertköpfige Gruppe atzimitischer Priester unterschiedlichster Gottheiten zu ihnen - die Priestersynode hat mobil gemacht. Heinrich Eduard und Caitlyn haben zum Teil Schwierigkeiten einige Vertreter der Priesterschaft ruhig zu halten. Gerade die Monthu- und Sachmetpriester sorgen für erheblichen Aufruhr. Den eintreffenden Sethpristern wird von den Einheimischen Misstrauen entgegengebracht. Die Priester der anderen atzimitischen Gottheiten selbst begegnen diesen kühl, jedoch mit Respekt. Den Aredroquianern wird durch den Priesterrat deutlich gemacht, dass es sich um eine legale Priesterkaste handelt, die den stärkenden Aspekt Seths verehrt. Das Heer umfasst nun gut 3.000 Mann. Auf der Gegenseite vermutet man aufgrund der Aussagen des Barons Heinrich Eduard auch zwischen 2.500 und 3.000 Mann - Saalier, Fantiker, unbekannte Truppen (vermutlich auswärtige Söldner). Die Adligen des Landes sind verwundert, dass es so viele sind. Weiterhin äußert der Baron die Vermutung, dass ihre Hochgeboren, die Baroness von Hoheneichen im gegnerischen Lager festgehalten werde. Warum und wie es ihr geht kann er nicht sagen.

22. Tag des Monats Januario

 

 

Abschließender Rat im Morgengrauen. Baron Heinrich Eduard scheint erstaunlich gut durch seine Späher über den Aufbau des feindlichen Herres und dessen Lagers informiert zu sein. Einzig und allein der Umstand, dass das gegnerische Heer abgesehen von den Einzelangriffen der Festen in den letzten Wochen absolut untätig war, irritiert alle. Der Baron weiß zu berichten, dass die einzelnen Befehlshaber mit den Anweisungen Herrn von Wiedehopfs wohl nicht sehr zufrieden sind.
Gegen Mittag marschieren die vereinigten Truppen direkt auf den Feldern hinter Halla auf. Auch der Gegner hat aufmarschieren lassen. Der Kampf beginnt.

23. bis 25. Tag des Monats Januario

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine dreitägige Schlacht mit wechselseitigem Glück entbrennt. Zu Beginn des dritten Tages ist es einer fünfhundertköpfigen Gruppe unter Caitlyn gelungen den Gegner zu umgehen und von hinten in das Lager einzufallen. Ein erbitterter Kampf mit den bisher überwiegend vom Lager aus agierenden Apophispriestern entbrennt. Die Priester verteidigen erbittert einen Ritualplatz im Zentrum des Lagers, auf dem gerade eine Zeremonie abgehalten wird.
Noch bevor die Aredroquianer und einige Orakelpriester richtig eingreifen können, öffnet sich ein Spalt im Boden, dem ein schöner Jüngling entsteigt. Blass mit tiefschwarzem Haar eingehüllt in golddurchwirktes schwarzes Leinen, in den Augen lodert Feuer. Ihm gleich hernach folgt eine junge Frau, die dessen Zwillingsschwester sein könnte. Zwei mächtige Schwingen entfaltend erheben sich beide in den Himmel und fliegen davon. Einen großen Teil der im Lager Anwesenden überkommt ein panisches Angstgefühl, dass erst allmählich wieder nachlässt. Die Orakelpriester wissen sofort, welche Kinder Apeps in die weltliche Sphäre geholt worden sind: AUN und SENEDJ - Gier und Angst, die dämonischen Zwillinge.
Es gelingt Caitlyn das Lager einzunehmen. Als man das Zelt Konrad von Wiedehopfs betritt, um diesen festzusetzen, findet man ihn bereits kalt auf seinem Lager. Allem Anschein nach glücklich entschlummert, denn so weiß man später zu berichten - Er soll gelächelt haben im Tode. Neben seinem Lager fand man die Baroness von Hoheneichen, ein wenig blass und schwach, als ob etwas an ihr zehre, ansonsten aber wohlauf.
Bis zum Abend konnte das Herr zerschlagen werden. Die Verluste waren auf beiden Seiten sehr hoch. Gut ein Drittel der Aredroquianer sowie die Hälfte der Einheimischen hatten ihr Leben gelassen. Die überlebenden Orakelpriester hielten sogleich die wenigen noch lebenden Sachmetpriester auf, die Verletzten beider Seiten in die jenseitigen Gefilden hinüberzuleiten.
Heinrich Eduard begann umgehend seine verbliebenen Mannen zu sammeln und sich an die Verfolgung der Überlebenden zu machen, nachdem er sich des Wohlergehens der Baroness versichert hatte. Was bei der dreistündigen Unterredung geschah weiß indess niemand.
Lady Genevieve wurde noch in der selben Nacht nach Dessa geleitet.

Februari 326 n.AH.

 

 

 

 

 

Zu Monatsbeginn hat sich die Lage anscheindend geordnet. Die Gefallenen wurden bestattet. Das meldranische Geschwisterpaar ist nach Giebischenstein zurückgekehrt - wo sie zwischenzeitlich waren, bleibt ein Rätsel. Heinrich Eduard verfolgt weiterhin die restlichen Anhänger des Aufstandes. Gleichzeitig bekräftigt er seine Haltung zu den Umstruktuierungen im Land und bittet die Baroness von Hoheneichen diese einzuleiten.
Lady Genevieve scheint sich weitestgehend erhohlt zu haben. Sie entlohnt die aredroquianischen Truppen und entlässt diese wieder in die Heimat. Des weiteren leitet sie eine Untersuchung ein, um die Erbfolge in der Baronie Quedlinburga zu regeln. Da die beiden einzigen überlebenden Abkömmlinge aus dem falkensteiner Geschlecht, die Kinder der Baronin verschollen sind wird das Erbjahr ausgerufen, für den Fall, dass die Kinder wiederkehren sollten. Gleichzeitig forscht man nach dem nächsten Anverwandten. In Dessa beginnt man auch das Erbe und erhaltene Dokumente zu sichten, mit den letzten Anweisungen der Falkensteiner.
Einige Tage nach Monatsbeginn beschließt die Baroness eine kleine Reise nach Trawonien zu unternehmen, da sie ihre Gesundheit doch noch nicht wieder hergestellt sieht.
Aprilio 326 n.AH Die Baroness ist seit geraumer Zeit wieder aus Trawonien zurückgekehrt - sichtlich verstimmt. Seitdem bemüht sie sich um die Staatsgeschäfte und den Wiederaufbau Hallas.

Augusten 326 n.AH

Die Aufbauarbeiten der Reichsstadt gehen nur schleppend voran. Immer wieder verschwinden Baumaterialien und Gelder in dunklen Kanälen. Die Baroness leitet nach Rücksprache mit den anderen Baronen eine Untersuchung ein.

Dezembri 326 n. AH.

 

Ein dunkler Schatten scheint auf dem gesamten Land zu liegen. Die Ernten des Jahres waren nicht so ergibig wie gewohnt. Die Einwohner gehen sich weitestgehend aus dem Weg, kaummehr das einige Feste und Märkte abgehalten werden. es ist, als ob man seinem Nachbarn nicht mehr trauen mag oder gar Angst vor seinem Nächsten habe. Der neue Reichstag der Barone tagt und bestimmt, dass der Erbanspruch eines angeblich gefundenen Anverwandten des Hauses Falkenstein geprüft werden soll.
   
327 n. AH.
 
Februario

Die Überprüfung des falkensteiner Erbanspruchs zeigt, dass die junge Frau, die man für eine entfernte Verwandte des Hauses hielt, nicht erbberechtigtigt zu diesem gehört.

Märzen

 

 

 

 

 

Viel ist aus dem Land nicht zu hören. Jedoch, das Erbjahr ist vorbei, die verschollenen Kinder der verstorbenen Baronin von Quedlinburga nicht zurückgekehrt und ihr Erbanspruch somit verfallen. Die Baronie gilt als verwaist. Der Reichsrat tritt daraufhin zusammen. Nach mehrstündigen Gesprächen wird verkündet:

"Ihr Hochgeboren, die Baroness Genevieve Constance Charlotte von Glogau und Guhrau zu Hoheneichen wird mit dem letzten Tag des Jahres wieder in den Ihr durch Geburt zustehenden Stand einer Markgräfin erhoben. Die alte Markgrafschaft Eichenmoor falle ihr damit wieder erblich zu. Um der Verwaisung der Baronie Quedlinburga ein Ende zu setzen und das begangene Unrecht am Geschlechte der Markgrafen von Eichenmoor wieder gut zu machen wurde durch die Barone des Reichsrates beschlossen, diese Baronie der Markgrafschaft erblich zuzuschlagen. Die künftige Markgräfin sei somit vom ersten Tag des kommenden Jahres zugleich als Baronin von Quedlinburga in alle Rechte eingesetzt. Die Lehnsnehmer der Baronie haben Ihr den Treueeid bis zum zweiten Monat des Jahres 328 n. AH. zu leisten oder ihr Lehen in die Hand der Baronin zurückzugeben."

Maien Die Adoptivtochter Lady Genevieves reist nach Trawonien, um im Namen des Reichsrates der Vermählung des trawonischen Königs beizuwohnen.

Augusten

 

Am Ende eines heißen Hochsommers dringt traurige Kunde aus der Residenz zu Dessa. Die kleine Lady Caroline Victoria von Glogau und Guhrau zu Hoheneichen ist im zarten Alter von acht Jahren plötzlich verstorben. Ihre Hochgeboren zieht sich gänzlich zurück .

Oktobri

 

 

Gerüchten zu Folge soll seine Hochgeboren Heinrich Eduard IV. in Dessa des öfteren angemahnt haben, dass die Baroness sich nach dem Tode ihrer Adoptivtochter um die Erbfolge kümmern müsse, da sie nach geltendem Recht die Begründung eines neuen Hauses nach dem 25. Lebensjahr ohne mögliche Erbfolge nicht wahrnehmen kann. Die Erhöhung in den Markgrafenstand und der Zufall der Baronie Quedlinburga zum Jahresende stehen damit auf wackeligen Füßen. Die Baroness scheint sich darum nicht sonderlich zu kümmern. Sie lebt immer noch zurückgezogen in ihrer Residenz.

Dezembri

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Bekanntmachung wird in den Baronien Hoheneichen und Quedlinburga verbreitet. Jeder Lehnsnehmer erhält eine Abschrift gemeinsam mit einer Einladung.

Im Namen Ihrer Hochgeboren
Genevieve Constance Charlotte von Glogau und Guhrau ,
Baronin zu Hoheneichen
wird folgendes verkündet:

Mit dem heutigen Tage sei bekannt, dass nach saaleschem Recht und atzimitischer Tradition
Thûron Antharakh Aes Sedai
als unser Ehegatte bekannt sei.

Somit gelte duch meinen Willen, dass Hoheneichen einen neuen Baron in allen Rechten und Pflichten hat:
Seine Hochgeboren
Thûron Antharakh Aes Sedai,
Baron zu Hoheneichen .

Durch gegebenen Willen und Berufung auf geltendes Recht verfüge ich für die Zukunft im Voraus, dass sämtliche Lehnsnehmer der künftigen Markgrafschaft Eichenmoor, somit namentlich die Edlen der Baronie Hoheneichen sowie der Baronie Quedlinburga am letzten Tage diesen Jahres auf der Burg zu Mansfeld im Rahmen der Erhöhungszeremonie ihren Eid auf Mann- und Gefolgschaft auf das markgräfliche Paar ablegen werden und somit mit Leib, Leben und Gut mir als auch meinem Gemahl unzerbrüchliche Treue geloben.

Lang lebe seine Hochgeboren Thûron Antharakh Aes Sedai,
möge er weise regieren
und sein Volk ihn lieben.

gegeben am 20. Tage des Monats Dezembri 327 n. AH.
durch Ihre Hochgeboren Genevieve Constance Charlotte von Glogau und Guhrau zu Hoheneichen

   
328 n.AH.
 

Januario

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 3. Tage des Monats hängt in allen Landesteilen folgender Erlass aus:

Im Namen Ihrer markgräflichen Hoheiten
Genevieve Constance Charlotte von Glogau und Guhrau und Thûron Antharakh Aes Sedai, Markgrafen von Eichenmoor
sei folgendes verkündet:

1. Zur Feier der Erhöhung in den Markgrafenstand sei alle Bevölkerung der Markgrafschaft Eichenmoor von der Kopfsteuer auf ein Jahr befreit.

2. Die Markgrafschaft Eichenmoor wird durch den Zusammenschluss der beiden Baronien Hoheneichen und Quedlinburga in seiner Gesamtverwaltung eingerichtet. Die beiden Baronien bleiben indes lehnsrechtlich bestehen. Hauptresidenz der Markgrafen sei nunmehr die Burg zu Mansfeld, die nicht länger im Ansehen einer Geminburg verbleibe.

3. Die markgräfliche Rechtsprechung wird bis zum Ende des dritten Monats der Bevölkerung zugänglich gemacht. Mit Beginn des Aprilio gelte in der Markgrafschaft markgräfliches Recht vor dem der Baronien.

4. Die Feste Falkenstein als Ruine wird in Gedenken an das alte falkensteiner Geschlecht als solche belassen. In der Provinzhauptstadt Altenburg ist eine neue Residenz des Baronsgeschlechts einzurichten.

5. Als Bekundung unserer Wertschätzung für den Treueschwur des Barons Gisbert von Meldranien sowie seiner Getreuen verzichten wir auch auf ein Jahr auf die Abfuhr der Kopfsteuer an das Markgrafenhaus.

verfügt durch das markgräfliche Paar am 1. Tage des Januario 328 n. AH.
Anselmus, Secretario primo ihrer markgräflichen Hoheiten